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14.12.2020, 12:37 Uhr
„Entscheidung verfrüht“
Wartenbergs CDU positioniert sich zum geplanten Bau zweier Wohnblöcke
WARTENBERG. „Die CDU begrüßt selbstverständlich jede Form unternehmerischer Tätigkeit in unserer Gemeinde“, erklärt Heiner Bockweg, stellvertretender  Vorsitzender der CDU Wartenberg. Dennoch gibt es Situationen, in denen sorgfältige Abwägungen zwischen ökonomischen Interessen von Investoren und berechtigten Interessen von Bürgerinnen und Bürgern notwendig werden. Die Gemeinde plant den Verkauf von 3946 qm gemeindlicher Grünfläche unmittelbar am westlichen Rand  der Schule und oberhalb des Kindergartens an zwei heimische Bauherren, die dort die Errichtung einer Großimmobilie planen. 
Dieses Gelände wurde all die Jahre für eine mögliche Erweiterung der Schule vorgehalten. Die Gemeindevertretung soll nun in ihrer Sitzung am morgigen Dienstag über einen Verkauf entscheiden. Entstehen sollen auf dieser Grünfläche zwei große Wohnblocks mit jeweils zwei Vollgeschossen plus jeweils einem Staffelgeschoss. Als Staffelgeschoss bezeichnet man eine zurückweichende weitere Etage. Die Erbauer wollen sich damit auf ihrer Immobilie zwei Penthäuser zur Eigennutzung sichern. In jedem Block sind nach jetzigem Planungsstand neun Wohnungen vorgesehen, die altersgerecht sein sollen. Mit den beiden Penthäusern sind das dann in Summe zwanzig Wohnungen. Wenn auch die Intention, Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen, durchaus löblich ist, so bleibt doch abzuwarten, ob der avisierte Kundenkreis künftigem Mietniveau auch gerecht werden kann.

„Die kurzfristige Realisierung eines solchen Großprojekts stellt nach unserem Dafürhalten ein zu großes Risiko dar, als dass dafür ein Eingriff von solchem Ausmaß in das dörfliche Bild an dieser Stelle gerechtfertigt wäre“, so Bockweg. Angst und Sorge unmittelbarer Anwohner bezüglich dieses Großprojekts bestätigen seine Einschätzung. Ein weiteres wichtiges Problem in diesem Zusammenhang stellt aber auch die Situation der maroden Angersbacher Schulturnhalle dar. Inwieweit das gemeindliche Grundstück hierbei eine Rolle spielen wird oder nicht, ist derzeit noch nicht absehbar. Fest steht, dass der Verkauf des gemeindlichen Grundstücks weit in die Zukunft reicht und in der vorgesehenen Planung zu erheblichen infrastrukturellen Veränderungen führt. Das macht die Entwicklung eines Gesamtkonzepts Schule/Kindergarten/Turnhalle im Vorfeld zwingend notwendig. Eine eventuelle Bebauung des gemeindlichen Grundstücks kann sich nur als Teil eines Gesamtkonzepts verstehen. Die CDU wünscht sich einen offenen Dialog mit Parlamentariern, Projektträgern, Bürgerinnen und Bürgern. Eine Veräußerung des gemeindlichen Grundstücks zum jetzigen Zeitpunkt wäre verfrüht und fahrlässig. „Entscheidungen sind“, so Bockweg,  „nur dann nachhaltig, wenn sie auch Enkel-tauglich sind“. 

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